15. Juni 2005
„So ich nun baue Stadt und Land und mache nicht Christen, ist alles nichts nütze.“
(Friedrich Wilhelm I., König von Preußen und spätere Kaiser)
Blütenfest in Werder auf der Wachtelburg
In die Gründungszeit der Wachtelburg fällt dieses Wort des deutschen Kaisers. In dieser ersten großen Werderaner Höhengaststätte hatte die Kaiserfamilie ihr eigenes „Kaiserzimmer“. Damals waren die Zinnen der Wachtelburg noch mit bronzenen Reichsadlern geschmückt.
Erst 1946 traf dieses Wort von Friedrich Wilhelm I. auch auf die Wachtelburg zu. Die Adventjugend des Ostdeutschen Verbandes nahm sie in Besitz, Ungezählte bekannten sich auf der Wachtelburg zu Jesus Christus Ort der geistlichen Zurüstung und Taufe ist sie bis heute.

Die Organisatoren des Werderaner Blütenfestes (zweitgrößtes Stadtfest in Deutschland) nahmen das Angebot des Wachtelburger Fördervereins in das offizielle Festprogramm auf. Mehr als 600 Gäste begrüßten wir auf der Burg, sie nahmen das vielfältige Angebot dankbar wahr und erfuhren die Wachtelburg als ein Ort des Aufatmens und des Ausblicks. Oft war Gelegenheit zu sagen, wer wir sind, und warum wir das tun, denn uns geht das Wort des alten preußischen Königs nicht aus dem Sinn.
Die Angebote reichten von selbstgebackenen Kuchen und Kaffee, auch ein großes herzhaftes Angebot war vorhanden, Trödelbasar, ein Bücherstand, Turmbesteigung, zwei Ausstellungen: „Baugeschichte 1889-1928“ und „Schätze aus Großmutters Nähkästchen“, letztere von Br. Matthias Jurke gestaltet; Steffi und Marius Smolinski erfreuten die Besucher mit ihrem Akkordionspiel und nicht zuletzt die Potsdamer Bläser die weithin mit geistlicher Blasmusik deutlich den Ton angaben.
Ein Höhepunkt war der Besuch der Werderaner Blütenkönigin mit ihrem Gefolge, die abseits vom Innenstadttrubel eine Mittagskaffeepause bei uns einlegte, und sich dabei über das Christsein auf der Wachtelburg informieren ließ.
Die Einnahmen von weit über 2.000 € kommen dem Aufbau der Wachtelburg zugute.
Unser Dank gilt unserem Gott, dessen Segen wir an diesen Tagen des gemeinsamen Arbeitens gespürt haben, aber auch unseren Geschwistern, Freunden u. Kindern aus Neuruppin, Glindow, Berlin, Werder und Potsdam.
Klaus Grebe u. Christian Knoll